Energienews

Heizölpreise-Trend: Heizölpreise und Rohölpreise erreichen neue Höchststände in 2019 (10.01.2019)

Brentölpreis mit einem Preissprung über der Marke von 61 USD/Barrel - Euro weiter stark und schafft den Sprung über die Marke von 1,15 - Heizölpreise fallend erwartet

Heizölpreise: Die bundesdurchschnittlichen Heizölpreise für Heizöl der Sorte Standardqualität bezogen auf eine Abnahmemenge von 3.000 Litern (entspricht einem Energieinhalt von 30.240 kWh) schlossen am Mittwochabend gegenüber dem Schlussstand vom Vortag mit einem starken Plus von 2,4 % - konkret stand der Heizölpreis bei 69,49 Euro/100 L - damit konnte der Heizölpreis die Heizölpreismarke von 69 Euro/100 L klar überspringen und erreichte den bisher höchsten Stand in 20019.

Gegenüber dem Heizölpreisstand vom 1.01.2019 sind die Heizölpreise aktuell um 4,8 % gestiegen.

Heizölpreise-Tendenz: Unter Berücksichtigung der Börsenentwicklungen vom Mittwoch und dem aktuellen Stand der Börsen am Donnerstagvormittag gehen wir heute für die Heizölpreise von folgender Tendenz aus: fallend!

 

Bereich Schlusskurs
08.01.2019
Schlusskurs
09.01.2019
Veränderung
zum Vortag
Tendenz
10.01.2019
Heizölpreis (€/100L)
3.000 L Standardqual.
67,84 69,49

+ 2,4 %

Rohölsorte Brent
(US-Dollar/Barrel)
58,72 61,44 + 4,6 %
Wechselkurs
(Euro/US-Dollar)
1,1441 1,1548 + 0,9 %

 

Als Hauptursachen für die Entwicklung der Heizölpreise können folgende preisbestimmenden Faktoren vom Mittwoch und dem heutigen Tag herangezogen werden:

1. Ölpreise: Der Ölpreis für die Sorte Brent für eine Auslieferung im Monat März 2019 schloss am Mittwochabend mit einem sehr starken Plus von 4,6 % bei 61,44 USD/Barrel. Trotz der im Ergebnis vermeldeten bearishen US-Ölbestandsdaten für die letzte Woche durch das amerikanische Energieministerium zeigten die Ölpreise am späten Nachmittag eine bullishe Reaktion und machten einen Preissprung um 4,6 %. Hauptgrund dafür war, dass Saudi-Arabien bestätigt hat, seine Ölexporte ab Januar auf rund 7 Mio. B/T zu kürzen.

 

Seit Jahresbeginn ist der Ölpreis der Sorte Brent um rund 14,2 % gestiegen.

Ölpreis-Tendenz: Zum Start in den Donnerstag kann der Brentölpreis seinen Preisanstieg vom Vortag nicht fortsetzen - aktuell steht er bei 60,55 USD/Barrel. Die Verhandlungen zwischen den USA und China zur Beilegung des Handelskonfliktes gestalten sich komplizierter, als noch zu Wochenbeginn vermutet, und eine schnelle Lösung scheint auch nicht in Sichtweite - dieses aktuelle Szenario setzt heute die Ölpreise unter Druck.

2. Eurokurs: Der Kurs des Euro schloss am Mittwochabend mit einem Plus von 0,9 % bei 1,1548. Am gestrigen Tag war man noch von einer schnellen Lösung des Handelskrieges zwischen China und den USA ausgegangen, was dem Euro weiter Auftrieb gegeben hatte.

 

Seit Jahresbeginn hat sich der Euro gegenüber dem US-Dollar um 7,2 % erhöht.

Eurokurs-Tendenz: Zum Start in den Donnerstag notiert der Euro leicht schwächer - aktuell steht er bei 1,1542. Presseveröffentlichungen am späten gestrigen Abend haben die positiven Einschätzungen zur schnellen Lösung des Handelskonfliktes zwischen den USA und China nicht bestätigt - dies belastet heute die Finanzmärkte.

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